
Almut Grebe, Sebastian Küstermann, Pfarrerin Frauke Hayungs und Superintendent Henning Waskönig vertreten den Evangelischen Kirchenkreis Hagen bei der Landessynode. Foto: Alida Standke
Die Landessynode war geprägt von den Schwerpunktthemen Umgang mit Verletzungen sexueller Selbstbestimmung, rassismussensible Kirche, Ämter in der Kirchenleitung und Haushaltsfragen. Vom Kirchenkreis Hagen sind Superintendent Henning Waskönig, Sebastian Küstermann (Presbyter in Ende), Almut Grebe (Presbyteriumsvorsitzende in Lydia) und Pfarrerin Frauke Hayungs (Krankenhausseelsorgerin) abgeordnet. Insgesamt ist es in krisenhaft erlebten Zeiten eine ermutigende Erfahrung, viele engagierte und freundliche Glaubensgeschwister auf der Landessynode zu treffen.
Gestartet ist die Synode mit einem Synodengottesdienst, der durch den Kirchenkreis Recklinghausen gestaltet wurde. Es ging um einen neuen Himmel und eine neue Erde. Schon dort war die Perspektive von Betroffenen sexualisierter Gewalt ein Thema.
Präses Dr. Ruck-Schröder hat Dr. Arne Kupke von seinem Amt als juristischem Vizepräsident entpflichtet. Ein neues Erprobungsgesetz ermöglicht es, dass die Stelle des juristischen Vizepräsidenten zunächst nicht direkt wiederbesetzt wird. Dies ist befristet bis zum Inkrafttreten einer neuen Kirchenordnung, längstens bis zum 31. Dezember 2028.
Auf der Landessynode wurde Susanne Falcke, bisher Superintendentin des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, zur neuen theologischen Vizepräsidentin gewählt.
Mit dem Thema Sexualisierter Gewalt hat sich die Landesynode in Berichten und Workshops auseinandergesetzt. Themen waren u.a. wie gut kommuniziert werden kann, wie eine Gemeinde mit einer akuten Meldung umgeht, was für rechtliche Konsequenzen gezogen werden können, wenn Gemeinden oder auch einzelne Mitarbeitende sich der Prävention entziehen. Das 2024 beschlossen Netzwerk zur Vorbereitung der Arbeit der Landessynode am Thema „Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ und die Fachstelle werden sich mit den Ergebnissen beschäftigen. Das Netzwerk soll fortgesetzt und unter Beteiligung aller Gestaltungsräume ausgebaut werden.
Horst Bien, der Vorsitzende der unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission West (URAK West) stellte die Arbeit der Kommission vor. Sie hat pünktlich im März 2025 ihre Arbeit aufgenommen. In den URAKs arbeiten auch Betroffene mit. Anfang November 2025 fanden an drei Terminen die jährlich zu organisierenden Foren für Betroffene statt.
Sarah Vecera von der Vereinten Evangelischen Mission hat einen mitreißenden Vortrag gehalten zum Prozess der EKvW auf dem Weg zur rassismussensiblen Kirche. Sie hat zum Nachdenken über weiße Privilegien und rassistische Strukturen eingeladen. Die Synodalen wurden angeregt, über Alltags-Rassismus selbstkritisch nachzudenken. Der QR-Code rechts führt zu einem Wegweiser zu Rassismus und Kirche.
Die Haushaltsbeschlüsse der Synode beschäftigten sich neben dem Haushaltsplan mit dem Haushaltssicherungskonzept des landeskirchlichen Haushalts und der Deckung der Finanzierungslücke in der Versorgung und der Beihilfe. Dort ist die Landeskirche auf einem guten Weg, es bleibt aber weiterhin eine große Anstrengung mit finanziellen Einsparungen auf allen Ebenen.
Beschäftigt hat die Synode auch die Revision der Kirchenordnung. Es wurde engagiert und wertschätzend diskutiert. Dieses Thema wird auch die Presbyterien beschäftigen. Falls Sie wissen möchten, worum es dort geht, können Sie den QR-Code links nutzen.